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Interview mit Geschäftsführer Michael Bröning
 
Guten Tag Herr Bröning, Sie sind Ausbildungsverantwortlicher im Autohaus Kühl in Gifhorn. Sie beschäftigen derzeit 60 Auszubildende in Ihrem Betrieb. Den richtigen Auszubildenden zu finden, ist gar nicht so einfach. Wie gehen Sie bei der Anwerbung und Auswahl Ihrer Auszubildenden vor?
 
Wir stellen auf regionalen Ausbildungsmessen aus, halten Vorträge an Schulen, bieten Praktika an und haben auf unserer Internethomepage bereiche wo man sich über die Berufe im Autohaus informieren kann.
 
Wie läuft das Bewerbungsverfahren bei Ihnen ab?
 
In der Regel schicken die Bewerber ihre Bewerbungsunterlagen zu uns ins Haus und wir schauen uns dann den Notenspiegel an und den Schulabschluss. Haben wir für uns Bewerber gefunden, laden wir sie zu einem Test ein. Ist dieser Erfolgreich abgeschlossen wurden, gibt es ein Vorstellungsgespräch.
 
Was erwarten Sie von einem Bewerber und welche Vorraussetzungen muss er oder sie mitbringen?
 
Der Schulabschluss ist für uns wichtig, der Notenspiegel und die sozialen Kompetenzen. Der Bewerber muss verstehen, dass das Autohaus ein Dienstleister ist und deshalb muss er gerne mit Menschen zusammen arbeiten können. Wir sehen sehr gerne, wenn Bewerber, privat engagieren, zum Beispiel bei der freiwilligen Feuerwehr, Trainer einer Jugendmannschaft oder an anderen Mannschaftssportarten teilnimmt.
 
Worauf achten sie bei der Bewerbung?
 
Auf die Sauberkeit der Bewerbungsunterlagen, auf den Notendurchschnitt, auf ein Foto und schlüssige Gründe für die Berufswahl.
 
Und auf was legen Sie Wert im Vorstellungsgespräch?
 
Auf ein natürliches Auftreten der Bewerber, auf Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, das er sich so gibt wie er wirklich ist und das er sich gut drauf vorbereitet hat warum er diesen Beruf lernen möchte und warum er sich für unser Unternehmen entschieden hat.
 
Auf welche Fragen sollten sich die Bewerber gut vorbereiten?
 
Was für uns sehr wichtig ist, die Gründe für die Berufswahl. Er sollte schon sehr detailliert darstellen können warum er sich ausgerechnet für diesen Beruf entschieden hat und für unseren Ausbildungsbetrieb. Wichtig sind auch Stärken und Schwächen, also wie kann er sich selber einschätzen und wo möchte er in Zukunft mal stehen, also was ist sein Ziel was möchte ich später erreichen.
 
Was sind für Sie absolute No-Go’s beim Vorstellungsgespräch, also welche Fehler sollte man besser nicht machen?
 
Also sehr unhöflich ist Unpünktlichkeit, unpassende Kleidung, dreckig oder kaputt, Kaugummi kauen, nicht zuhören, nicht angemessen auf die Fragen antworten, das sind solche Sachen die sollte man nach Möglichkeit vermeiden.
 
Sich für den richtigen Beruf zu entscheiden, ist ein wichtiger Schritt und muss wohl überlegt sein. Welchen Rat geben sie Schülern, damit sie für diese Entscheidung gut vorbereitet sind?
 
Der Schüler sollte sich in seinem privaten und sozialen Umfeld erkundigen, bei Freunden und Bekannten die diesen Beruf ausüben und sehr gerne bieten wir als Autohaus auch ein Praktikum an, dort hat er die Möglichkeit alle Facetten des Berufes kennen zu lernen.
 
Vielen Dank.
 

 
Interview mit Azubi Sören
 
Hallo Sören, schön, dass du hier bist. Du machst eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker im Autohaus Kühl in Gifhorn und bist jetzt im 4ten Ausbildungsjahr. Deine Bewerbungszeit, liegt schon eine Weile zurück, wie bist du denn damals überhaupt auf den Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker gekommen?
 
Ja, dadurch, dass mein Onkel damals das Selbe gelernt hat, bzw. damals hieß es noch Kfz-Mechaniker, hat er seine eigenen Autos zuhause auch repariert und dadurch wurde ich dann auf diesen Beruf aufmerksam, hab ihm geholfen und deswegen hab ich mich jetzt dafür entschlossen.
 
Welche Voraussetzungen benötigt man generell für diesen Ausbildungsberuf?
 
Da dies ein handwerklicher Beruf ist, sollte man schon etwas handwerkliches Geschick haben, sowie Interessen an den Fahrzeugen und am Beruf und es ist heut zu Tage viel mit Elektrik, dass heißt, man muss sich da schon ein wenig auskennen.
 
Und wie hast du festgestellt, dass das dein Wunschberuf sein könnte und das du die Voraussetzung erfüllst?
 
Da ich einen Roller hatte, an dem ich auch selber ab und zu etwas repariert oder geschraubt hatte, hat mir das schon Spaß gemacht. Und da ich mich auch sehr für Autos interessiere, dachte ich, so was in der Art könnte etwas für mich sein.
 
Was waren dann deine nächsten Schritte, nachdem du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden hattest?
 
Durch die Schule hatten wir ein dreiwöchiges Schulpraktikum, welches ich dann auch in einem Autohaus absolviert habe. Und dadurch, wurde mir noch einmal bestätigt, dass ich wirklich diesen Beruf erlernen möchte.
 
Damit eine Bewerbung auch Erfolg hat, muss man viele Dinge beachten. Hat dir jemand geholfen und gezeigt, worauf es bei einer guten Bewerbung und einem Vorstellungsgespräch ankommt, deine Eltern oder jemand in der Schule?
 
Ja in der Schule haben wir Bewerbungstraining gehabt, wo ich üben konnte, was man sagt und auf welche Fragen, man was antwortet. Meine Eltern habe ich das ganze dann auch noch einmal vorgetragen und dann bin ich die Sache angegangen.
 
An wie viele Autohäuser hast du deine Bewerbungsunterlagen geschickt?
 
Es waren so ca. 10-15 Bewerbungen, die ich an Autohäuser verschickt habe.
 
Wie hast du dich auf dein erstes Vorstellungsgespräch vorbereitet, warst du sehr aufgeregt?
 
Ja, anfangs war ich ziemlich aufgeregt, habe auch ziemlich gestottert. Aber dann zum Ende hin, lief es relativ gut. Wir haben uns dann gut unterhalten.
 
Und würdest du beim nächsten Mal etwas anders machen?
 
Ja ich würde versuchen, nicht ganz so aufgeregt zu sein, klar und deutlich zu sprechen, versuchen nicht zu stottern und Blickkontakt halten, einfach ruhig angehen lassen.
 
Welchen Rat würdest du Schüler geben, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben?
 
Ich würde auf jeden Fall, jedem Schüler empfehlen, ein Praktikum zu absolvieren. Damit die genau sehen, ob das ihr Traumberuf sein könnte, oder nicht. So kann man am besten in den Beruf hereinschnuppern und danach könnte man sich bewerben.
 
Vielen Dank!
 

 
Interview mit Azubi Ulrike
 
Hallo Ulrike, schön das du hier bist. Du machst eine Ausbildung als Automobilkauffrau im Autohaus Kühl in Gifhorn und bist jetzt im dritten Ausbildungsjahr. Deine Bewerbungszeit liegt schon eine Weile zurück. Wie bist du denn damals überhaupt auf den Ausbildungsberuf „Automobilkauffrau“ gekommen?
 
Ich habe gerne Autozeitschriften gelesen und eines Tages wurde der Beruf „Automobilkauffrau“ vorgestellt und das hat mich sehr interessiert und dann habe ich das einfach in Angriff genommen.
 
Welche Voraussetzungen benötigt man generell für diesen Ausbildungsberuf?
 
Ganz wichtig ist, man muss aufgeschlossen gegenüber Menschen sein, von verschiedenen Charakterarten her. Und natürlich auch Freude an der Arbeit mit den Menschen und man sollte auch technisches Interesse haben.
 
Und wie hast du festgestellt, dass das dein Wunschberuf sein könnte und das du die Voraussetzungen erfüllst?
 
Festgestellt habe ich es gar nicht so richtig. Wie gesagt, mich hat das einfach interessiert. Ich habe auch kein Praktikum oder ähnliches gemacht. Ich bin da einfach ins kalte Wasser gesprungen.
 
Was waren dann deine nächsten Schritte, nachdem du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden hattest?
 
Als erstes habe ich mir die Autohäuser raus gesucht in denen ich mich bewerben möchte und hab dann dort angefragt, wer mein Ansprechpartner ist und dann die Bewerbung da eingereicht.
 
Damit eine Bewerbung auch Erfolg hat, muss man viele Dinge beachten. Hat dir jemand geholfen und gezeigt, worauf es bei einer guten Bewerbung ankommt –Deine Eltern oder jemand in der Schule?
 
Wir hatten regelmäßig Bewerbertraining im Unterricht, mit Rollenspielen und konnten dann auch selbst eine Bewerbung schreiben und uns wurde dann ein Feedback dazu gegeben.
 
An wie viele Autohäuser hast du deine Bewerbungsunterlagen geschickt?
 
Bei mir waren das insgesamt dreißig Autohäuser.
 
Wie hast du dich auf dein erstes Vorstellungsgespräch vorbereitet? Warst du sehr aufgeregt?
 
Als Erstes habe ich mir etwas Vernünftiges zum Anziehen gekauft und mir ein paar Antworten überlegt, auf Fragen, die kommen könnten. Aufgeregt war ich erst ganz kurz davor, das ist meistens bei mir so. Aber im Großen und Ganzen war es okay.
 
Und wie ist es schließlich gelaufen?
 
Es ist ziemlich gut gelaufen. Auf jeden Fall lockerer als erwartet, es wurden auch ein paar Späßchen gemacht und das lockert dann schon auf am Gespräch.
 
Und, würdest du beim nächsten Mal etwas anders machen?
 
Ja, ich würde mich im Vorfeld nicht so aufregen, also ich würde nicht mich panisch irgendwie ausdrücken oder ähnliches. Und auf jeden Fall gelassener sein.
 
Welchen Rat würdest du Schülern geben, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben?
 
Ich gebe den Schülern den Rat, dass sie sehr auf die Sauberkeit und die Richtigkeit der Bewerbungsunterlagen achten sollen und auf jeden Fall ein sympathisches Foto beifügen, weil das macht den ersten Eindruck und der zählt schon zur Hälfte, denk ich mal.
 
Vielen Dank!

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